Wie sie bei diesem April-Wetter den Körper schützen und fit halten

April, April macht was er will. Besonders dieses Jahr scheint er Tag ein Tag aus nach Lust und Laune zu agieren. Starke Wetterschwankungen innerhalb kurzer Zeit können vom Immunsystem einiges abverlangen und für den Körper zu einer starken Belastung werden. Einige Tipps aus der Tibetischen Medizin können helfen, den Körper gesund und fit durch dieses April-Wetter zu bringen.

  1. Den Körper von Innen wärmen

granatapfelsamen_frischAus Sicht der Tibetischen Medizin ist es bei kaltem und nassem Wetter besonders wichtig, die innere Hitze im Körper zu stärken. Empfohlen wird am Morgen auf nüchternen Magen ein Glas heisses Wasser zu trinken. Auch Kräuter, wie Zimt, Ingwer oder Langer Pfeffer, regen durch ihre wärmende Wirkung die Hitze im Körper an.

Eine wichtige Kräuterrezeptur, die das Element Feuer stärkt, ist die tibetische Granatapfelrezeptur „Se bru 5“. Sie besteht aus Granatapfelsamen, Zimt, Kardamom, Langem Pfeffer und Galgant (eine Ingwerart). Optimal nimmt man die Kräutermischung am Morgen ein. Somit kann die Hitze im Zentrum des Körpers, also in der Verdauung, für den ganzen Tag gestärkt werden. Um das Verdauungsfeuer zu unterstützen sollten auf kalte Getränke und Rohkost (Salate, Smoothies) eher verzichtet werden.

  1. Regelmässig und ausgewogen essen

ausgewogen^_essenAus tibetischer Sicht sind regelmässige und ausreichende Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) besonders wichtig. Dabei am besten saisonale Früchte und Gemüse bevorzugen. Auch Fisch eignet sich gut. Hingegen Schafmilch und –produkte eher vermeiden. Zum Abendessen kann auch gern mal ein Glas Wein getrunken werden.

  1. Mit Kräutern das Immunsystem stärken

pflanzen_tibetische_medizin_myrobalanePflanzen haben gemäss der Tibetischen Gesundheitslehre nicht nur eine wärmende Funktion, sie werden auch eingesetzt um das Gleichgewicht der Körperenergien zu bewahren. Besonders die Myrobalane ist in dieser wechselhaften Jahreszeit für das erhalten des Gleichgewichts zu empfehlen. Die Myrobalanenfrucht wird auch als „Königsmedizin“ bezeichnet und gilt als Frucht des Medizinbuddhas. Aufgrund ihrer balancierenden Eigenschaften kommt sie in sehr vielen Rezepturen der Tibetischen Medizin vor.

Ausserdem sind Ingwer, Kardamom oder Muskatnuss in dieser kalten Zeit für den Körper und das Wohlbefinden gut. Ingwer kann als Tee-Aufguss getrunken werden. Einfach einige Scheiben mit kochendem Wasser übergiessen und ziehen lassen. Kardamom kann als Gewürz oder auch in Tees verwendet werden. Die Schale aufbrechen und die Samen nutzen. Muskatnuss kann am Abend oder Morgen mit warmer Milch oder Wasser getrunken werden.

  1. Sich warm anziehen

Wenn es draussen wieder über mehrere Tage kalt ist, dann sollte die Kleidung den Körper auch von aussen schützen und warm halten. Nasse Füsse sollten unbedingt vermieden werden.

  1. Entspannen und erholen

photodune_erholungNach dem ganzheitlichen Ansatz der Tibetischen Medizin ist für einen gesunden Körper auch ein gesunder Geist wichtig. Entspannende Aktivitäten wie lesen, basteln, spazieren usw. lassen den Körper und Geist zur Ruhe kommen und gönnt eine extra Verschnaufpause. Auch Meditation, Saunabesuche oder ein heisses Bad vor dem Schlafen gehen können die wohltuende Entspannung wecken und die Energien fliessen lassen.

  1. Ausreichend schlafen

Erholung ist für Körper und Geist sehr wichtig. Besonders ausreichende Ruhe- und Schlafphasen. Optimal sind 8 Stunden Schlaf. Die beste Schlafzeit ist von 22.00 Uhr – 6.00 Uhr.

Kann man schlecht einschlafen oder durchschlafen, dann werden auch hier Pflanzenrezepturen empfohlen. Eingesetzt werden Rezepturen, die das Element „Wind“ reduzieren. Zu viel Wind im Körper kann zu innerer Unruhe, Schlafstörungen, Nervosität oder Depressionen führen. Die Rezeptur „Srog’zin 10“ mit Muskatnuss und Myrobalanenfrucht ist bei diesem Wetterwechsel sinnvoll, da sie Wind reduziert und gleichzeitig im Körper wärmend wirkt.

Posted by clz