O’zapft is – Wie Leber, Magen und Verdauung das Oktoberfest gut überstehen

oktoberfest_pixababy-968232_1920Das Oktoberfest ist für viele weit über München hinaus zum wichtigsten gesellschaftlichen Ereignis des Jahres geworden. Mittlerweile wird es weit über Deutschland hinaus gefeiert. Für viele Gäste ist es der perfekte Anlass, ausgiebig zu feiern und beim Essen und Trinken so richtig über die Stränge zu schlagen. Das Bier fliesst in Strömen, dazu wird meist ein Schweinebraten oder andere üppige Speisen serviert. Für viele Fest-Besucher belastet das schwere Essen und der grosse Alkoholkonsum die Leber, Magen und die Verdauung. Mit der Folge, dass Beschwerden wie, Magenbrennen, Völlegefühl, Blähungen und unwohl sein auftreten können. Obwohl die Tibeter kein Oktoberfest feiern, kann ihr Wissen hilfreich sein. Um solchen Beschwerden entgegen zu wirken ist es gemäss der Tibetischen Konstitutionslehre besonders wichtig die Gallen-Energie zu aktivieren, das Magenklima zu beruhigen und das Verdauungsfeuer anzuheizen.

Auf natürliche Weise die Balance im Körper wieder herstellen

kraeuter_leber_galle_tibetische_medizinGemäss der Tibetischen Lehre ist nach üppigem und fetthaltigem Essen, wie es beim Oktoberfest gang und gäbe ist, die Aktivierung des nutri cheyley, der Gallen-Energie, besonders wichtig. Dadurch werden die zwei zentralen Kernergien, die Verdauungs- und die Leberenergie, in Balance gehalten.

Die Tibeter nutzen Pflanzenmischungen, die auf natürliche Weise die Organe unterstützen und wieder ins Gleichgewicht bringen. Die Garnag-Kräutermischung hat eine harmonisierende Wirkung und aktiviert nach Tibetischer Auffassung die nutri cheyley (Gallen-Energie), wodurch die fetthaltigen konsumierten Speisen besser zerlegt werden.

Die Rezeptur besteht unter anderem aus Granatapfelkernen, Zimt, Kardamom, Langem Pfeffer, Myrobalanen, Färberdistelblüten, Ehrenpreiskraut, Löwenzahnwurzel, Artischockenblättern, Tausendgüldenkraut und Brunnenkressenkraut. Die sanft dosierten Zutaten haben eine positive und schützende Funktion auf Leber und Galle, aber auch eine verdauungsfördernde Wirkung, speziell bei fettigen und schweren Speisen.

Nach dem Bier soll die Energie fliessen

a-hrefhttpwww-freepik-comfree-photoyoung-man-wearing-a-blue-outfit-wit-stomachache_1018357-htmdesigned-by-freepikaUm sich nach zu viel Bierkonsum und fettreichen Speisen wieder besser zu fühlen und damit die Energien wieder ungehindert im Verdauungssystem fliessen können, braucht es ein powa sung chub, ruhiges Magenklima. Die tibetische Kräutermischung Cong zhi 6 trägt mit ihren neutralisierenden Eigenschaften dazu bei. Der Tibetischen Konstitutionslehre folgend hat die Rezeptur einen scharfen und bitteren Geschmack, das enthaltene Calciumcarbonat, auch „chronischer Friedensstifter“ genannt, trägt zu einer normalen Funktion der Verdauungsenzyme bei. Calciumcarbonat wird auch in der westlichen Medizin als Antazidum, d.h. als Magensäure-Binder eingesetzt. Weitere Zutaten sind Kardamom, Alantwurzel, Granatapfelkerne, Färberdistelblüten und Langer Pfeffer. Mit der Rezeptur wird das Verdauungssystem dabei unterstützt, sein natürliches Energie-Gleichgewicht wiederherzustellen, was wiederum das Magenklima ausgleicht.

Nach tibetischer Auffassung wirkt die Rezeptur bei einem Ungleichgewicht der Energien im Magen entgegen. Dieses Ungleichgewicht ist für einen Überfluss an Magensäure, saures Aufstossen, Sodbrennen und Magenbrennen verantwortlich. Sie balanciert das Magenklima aus, wirkt magenberuhigend, schützt die Schleimhaut vor Säureschäden und fördert eine gesunde Magenentleerung durch verdauungsfördernde Wirkstoffe. Die Kräutermischung eignet sich bei akuten Symptomen sowie zur Behandlung von längerfristigen Magenbeschwerden, die mit einem brennenden Gefühl in der Magengegend oder in der Speiseröhre einhergehen. Ausserdem lösen die Pflanzen das drückende Gefühl im Brust- und Magenbereich nach üppigen Mahlzeiten auf.

Wahrer Wiesn-Genuss statt Völlerei

a-hrefhttpwww-freepik-comfree-photostewed-pork-leg-in-gravy-soup_1273918-htmdesigned-by-freepikaUm den Besuch des Oktoberfestes wirklich in vollen Zügen geniessen zu können und keine unangenehmen Nachwehen zu haben, sollte das Bier und fettreiche Essen in überschaubaren Mengen verzehrt werden. Es geht darum, sich bewusst etwas zu gönnen, zu feiern und das Leben zu geniessen. So darf und soll es an Feiertagen und zu besonderen Anlässen, wie dem Oktoberfest, sein. Wer sich der Völlerei aber ohne jegliches Mass hingibt, tut seinem Körper damit nichts Gutes und ein ursprünglich vergnüglicher Abend kann schnell ins Gegenteil kippen.

Kann man den Leckereien dann doch nicht widerstehen und die Schweinshaxe wie ein Stein im Bauch liegt, kann die tibetische Pflanzenmischung Se ‚bru 5  kurzfristig helfen. Sie ist eine Granatapfel-Rezeptur aus 5 Bestandteilen (Granatapfelsamen, Zimt, langer Pfeffer, Galgant und Kardamom) und wird seit Jahrhunderten zur Unterstützung der Verdauung aber auch akut nach einem üppigen Essen angewendet.

Die Wissenschaft erklärt die Wirkung dieser traditionellen Rezeptur anhand der enthaltenen Pflanzen und deren Wirkstoffen. Sie zeichnen sich durch ihren Gehalt an ätherischen ÖlenFrucht- und Fettsäuren sowie Gerb- und Scharfstoffen aus. Scharfstoffe, wie etwa Piperin aus dem langen Pfeffer und dem Galgant, sorgen wie eine Wärmflasche von innen für ein anregendes und wohliges Wärmegefühl im Bauch. Die ätherischen Öle wirken krampflösend und blähungswidrig. Die gesamte Rezeptur regt die Produktion der verschiedenen Verdauungssäfte an. Zudem mildert sie Verdauungsbeschwerden mit Blähungen sowie Druck- und Völlegefühlen in der Magengegend.

Posted by clz