Gelassen ins neue Jahr starten

Viele sind mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet oder man freut sich auf neue Herausforderungen, Veränderungen und ganz generell einfach auf einen Neustart. Hört sich gut an, ist aber meistens auch mit Stress und Druck verbunden.

Diese fünf Tipps aus der Tibetischen Konstitutionslehre sorgen für einen klaren Geist und mentale Gelassenheit beim Start ins neue Jahr.

1. Eins nach dem anderen

Schritt für Schritt zum ZielAlles auf einmal erledigen ist keine gute Idee. Reizüberflutung gehört auch in der Tibetischen Konstitutionslehre zu den Ursachen von Stress und Unausgeglichenheit. Zu viele Reize auf einmal lassen nämlich aus tibetischer Sicht die sogenannte Wind-Energie ansteigen. Das führt dazu, dass wir uns eher „durch den Wind“ fühlen.

Schritt für Schritt ist zielführender und befriedigender, weil Zeit für kleine Korrekturen bleibt.

Bevor man mit dem Tag beginnt, hilft es sich den Tag vorzustellen und bereits gedanklich festlegen, was man erreichen oder erledigen will.

2. Entspannung und Erholung

Entspannung und Erholung durch MeditationEgal ob Neustart im Job, umsetzen von Neujahrsvorsätzen oder ein neues Hobby. Alles verlangt Energie und will in den Alltag eingebaut sein. Damit die Neuerungen nicht die Work-Life-Balance stören, ist es wichtig, dass man sich zwischendurch auch entspannen und erholen kann. Nur so ist es möglich, konzentriert und fokussiert zu Arbeiten und gesteckte Ziele zu erreichen.

Dabei muss jeder für sich selber herausfinden, was am Besten zur Entspannung und Erholung beiträgt. Hilfreich sind mentale und/oder physische Übungen wie z.B. Meditation, Yoga oder Atemübungen usw. Wichtig ist, das die gewählte Massnahme gut tut, Freiräume öffnet, den Geist entspannt und nicht selbst zum Stressfaktor wird.

In der heutigen Zeit ist aber eines für alle gleichermassen wichtig: Bewusste Pausen von der mobilen Kommunikation! Handy, Tablet und die sozialen Medien gehören zu den grössten Stressoren unserer Zeit.

Auch bei der Arbeit ist es wichtig Pausen einzulegen. Dabei helfen Kurz-Meditation oder „Office-Yoga“ (youtube). So behält man einen kühlen Kopf und bewahrt sich die Konzentration.

3. Essen für die Nerven

Brainfood„Lass die Nahrung deine Medizin sein“. Das hat schon Hippokrates gesagt. Essen ist nicht nur dazu da, den Körper mit nötigen Kalorien zur Energiegewinnung zu versorgen, sondern beeinflusst Körper und Geist auch in ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden.

Nicht umsonst redet man heute auch von „Brain-Food„. Also Futter fürs Gehirn. Dazu gehören Nüsse, Hafer und Omega-3Fettsäuren reiche Lebensmittel wie Meerfisch, Sesampaste oder Leinöl. Ein weiteres Beispiel sind Bananen. Sie sind reich an Magnesium, welches in Zeiten erhöhter Belastung besonders benötigt wird.

Aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre benötigt der Körper Nahrungsmittel mit süssem Geschmack und wärmende, einhüllende Gewürze, um ein Übermass von Wind-Energie auszugleichen. Mit süss ist nicht Zucker gemeint, sondern Nahrungsmittel, die von Natur aus süss sind. So z.B. Maronen, Datteln, Bananen, Kichererbsen, Reis, Kürbis aber auch Fleisch oder Kartoffeln. Zu den wärmenden und Wind-ausgleichenden Gewürzen gehören unter anderem Muskat, Zimt und Nelken.

  • Zum Frühstück eignet sich besonders ein warmer Porridge. Dieser ist leicht verdaulich, bringt Energie und der Hafer ist pure Nervennahrung.
  • Zum Mittagessen Gemüse. Gegrillt, gedünstet oder gebraten mit etwas Reis. Auch etwas Rindfleisch ist gut für die Nerven.
  • Zum Abendessen eigenen sich Suppen hervorragend.

Als Zwischenmahlzeit eignen sich Dörrobst und Nüsse. Auch Rohkost ist erlaubt, sollte allerdings eher am Mittag konsumiert werden. Wer Rohkost bevorzugt, muss unbedingt darauf achten, diese ausreichend zu kauen.

Wenns mal gar nicht ohne süsse Nascherei als Nervennahrung geht, dann sind diese „Nerven-Kekse“ eine gute Alternative zur Schokolade. Hier zum Rezept >

Warme Getränke sind in Zeiten erhöhter Belastung am Besten für den Körper. Auf anregende, koffeinhaltige Getränke sollte man aber verzichten. Wenn’s gerade am Morgen nicht ganz ohne Kaffee geht, dann sollte man Grüntee den Vorzug geben. Als Tagesgetränk sind heisses Wasser mit einer Prise frischer Muskatnuss und wenig Honig oder einfach nur heisses Wasser aber auch Kräutertees eine gute Wahl.

4. Kräuterkraft für mehr Gelassenheit

Srog 'zin 10In turbulenten Zeiten kann aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre die Beruhigung des Wind-Elements wieder Harmonie und Balance bringen. Dazu nutzt sie die Kraft von Kräutern und Gewürzen. Diese unterstützen Körper und Geist dabei, Klarheit zu erlangen und schwierigen Umständen mit klarem Geist, Gemütsruhe und mentaler Gelassenheit (tib.: Semde) zu begegnen.

Ein ruhiger und klarer Geist findet einfacher einen guten erholsamen Schlaf und hilft so, Körper und Seele zu Einhüllende und balsamische Kräuter, Gewürze und Harze wie z.B. Mobinpflaume, Muskatnuss, Gewürznelke und Weihrauch vereinen sich in einer traditionsreichen Rezeptur der Tibetischen Medizin. „Srog ‚zin10“  heisst diese Rezeptur. Sie gleicht übermässiges Lung (Windenergie) aus, beruhigt den Gedankenfluss und sorgt für einen klaren Geist. So kann der Körper zur Ruhe kommen und die Zeichen von zu viel Wind-Energie (z.B. Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten und innere Unruhe) werden reduziert.

5. Verdauung unterstützen

a-hrefhttpwww-freepik-comfree-photoyoung-man-wearing-a-blue-outfit-wit-stomachache_1018357-htmdesigned-by-freepikaWer nicht nur mit den Nerven, sondern auch mit dem Magen auf Stress und nervliche Überlastung reagiert, der sollte auf eine schonende Ernährung achten und die erwähnten Ernährungstipps befolgen. Damit die Verdauung in Schwung kommt empfiehlt die Tibetische Medizin morgens auf nüchternen Magen ein Glas heisses Wasser. Bei Verdauungsproblemen hilft es, ein bekömmliches Abendessen zu sich zu nehmen und die Portion zu reduzieren.

Zusätzlich können wärmende Kräuter die Verdauung unterstützen. Die Tibetische Rezeptur Sebru 5“  ist eine Granatapfelrezeptur aus Granapfelsamen, Galgant, langem Pfeffer, Zimtkassia und Kardamom, stärkt das Verdauungsfeuer und wärmt angenehm von Innen. Zudem beruhigen die Scharfstoffe aus dem langen Pfeffer und dem Galgant überreizte Magennerven. Die ätherischen Öle wirken blähungswidrig sowie krampflösend und fördern die Ausschüttung wichtiger Verdauungsenzyme.

Posted by lma