Dönckie Emchi – Ärztin der Traditionellen Tibetischen Medizin in der 9. Generation

Dönckie Emchi wurde 1960 in Tingri/Westtibet geboren. Mit der ersten grossen Flüchtlingswelle von ca. 80’000 Tibetern, die dem Dalia Lama ins Exil folgten, verliess auch ihre Familie die Heimat. Sie selber war damals gerade 1 Woche alt. Für neun Jahre lebte die Familie in Indien, bevor sie in die Schweiz kam. Dönkie Emchi wurde bereits im Kindesalter durch Ihren Vater mit dem Basiswissen der Tibetischen Medizin vertraut gemacht. Nach der Schule, einer Ausbildung zur Medizinisch Technischen Assistentin und einigen Jahren Berufserfahrung in Arztpraxen und Spitälern in der Schweiz, entschloss sich Dönckie Emchie die Familientradition weiter zu führen. Sie studierte während 6 Jahren an der Hochschule für Tibetische Medizin in Lhasa und wurde zur Ärztin der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM) ausgebildet. Zudem war sie fürs Schweizerische Rote Kreuz immer wieder als Dolmetscherin und Projektorganisatorin in Tibet im Einsatz.

In der Tradition der Tibetischen Medizin

Die Familientradition des Heilens wird dadurch weiter gegeben, dass die Kinder vom Vater / der Mutter lernen. So auch Dönckie Emchi, die von ihrem Vater Sonam Tobgey Emchi durch mithelfen und dank seinen Erzählungen das Basiswissen der TTM erlangte. Sonam Tobgey Emchi berichtete dabei auch immer wieder von Dönckies Großvater, der in Westtibet ein sehr bekannter Tibetischer Arzt war, denn er konnte als sogenannter einziger „Augenöffner“ den Grauen Star heilen. Ihr Vater vertrat zudem die Ansicht, dass ein Arzt für die Menschheit da sei und Heilen auch ohne Bezahlung möglich sein soll. Der wichtigste Leitsatz ihres verstorbenen Vaters war: „Willst du eine gute Traditionelle Ärztin werden, fange nicht an mit dem Gedanken zu spielen, damit reich zu werden, denn dann brauchst du erst gar nicht Ärztin zu werden. Hingabe, Liebe und die Verantwortung gegenüber den Patienten haben die höchste Priorität und alles andere wendet sich automatisch wie ein Magnet ins Positive“. Diese aus tiefster Überzeugung praktizierte Einstellung prägten Dönkie Emchi und so sagt sie selber:

„Seit 20 Jahren steht der Patient im Mittelpunkt meiner Beratungen. Ich versuche das Erbe meines Vaters ehrenvoll umzusetzen und, was mir als Ärztin sehr wichtig ist, die Anliegen meiner Patienten an erster Stelle stehen zu lassen und ihnen viel Zeit und Zuneigung in meiner Praxis zu widmen. “ 

Sie führt tagtäglich mit Herz und Seele das Erbe ihres verstorbenen Vaters und die Familientradition im Alltag sowie in ihren Praxen in Zürich und Wien weiter. So nimmt sie sich für jede Beratung mindestens 60 Minuten Zeit und setzt das ganzheitliche und umfassende Medizin-Wissen von sowa rigpa zum Wohl Ihrer Klienten ein.

 

Posted by rr