Artischocke – Gemüse und Heilpflanze

Die Artischocke, eigentlich eine Distel, wird heute meist als Delikatesse in verschiedenen Zubereitungsarten, aber auch als floristisches Stilelement benutzt. Ob auf dem Teller oder im Strauss; verwendet werden die Blütenköpfe.

Das exotische Gemüse, welches in unserem Speiseplan nicht alltäglich ist, ist nicht nur lecker, sondern besitzt auch Inhaltsstoffe, die für unseren Körper von grossem Nutzen sind.

Die enthaltenen Bitterstoffe regen den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Deshalb wird die Artischocke als Medizinalpflanze sehr geschätzt und ist auch Gegenstand verschiedener Forschungsarbeiten. Ihr werden verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Eigenschaften zugeschrieben und sie soll ganz generell positive Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel ausüben.

Weil die meisten von uns kaum täglich Artischocken essen, sind vor allem verschiedene Fertigpräparate im Handel erhältlich. Heute wird die Artischocke deshalb meist als Tinktur, Presssaft oder in Kapsel- bzw. Tablettenform konsumiert.

Durch die geografische Wanderung verschiedener Tibetischer Kräuterrezepturen, hat die Artischocke auch Eingang in die Tibetische Konstitutionslehre gefunden. So ist sie z.B. Bestandteil der Rezeptur Garnag. Diese stärkt die Gallen-Energie (tib.: nutry cheyley), die aus tibetischer Sicht vor allem nach fettigen und üppigen Mahlzeiten aktiv ist.

Posted by clz